Selbstbefriedigung

Ich liebe es über Sexualität zu sprechen, merke aber immer wieder, dass Männer wie Frauen sich nicht wirklich trauen, frei und offen über das, was sie selbst im Bett veranstalten, zu sprechen. Sexualität ist in unserer Gesellschaft eine Privatsache. Niemand lässt sich gern in die Karten schauen. Es könnte ja von anderen für komisch oder unnormal gehalten werden, was man da mit sich selbst so macht. „Da redet man nicht drüber, das macht man einfach.“

Es ist zu intim und niemand möchte sich dabei beurteilen oder gar verurteilen lassen. Jeder hat seine ganz eigene Art, mit sich selbst zu sein. Sich selbst zu fühlen, und das nur zum Spaß, ist etwas, über das kaum gesprochen wird. Die SelbstLIEBE hat den Geschmack von Egoismus oder Narzissmus und ist verpönt.

Dabei ist es eine so wunderbare Gelegenheit, sich selbst besser kennen zu lernen. Wenn ich weiß, welche „Knöpfe“ ich bei mir drücken muss, um mich stärker zu erregen und schließlich zu einem Orgasmus zu kommen, kann ich das meinem Partner auch sehr viel leichter mitteilen, als wenn ich keine Ahnung davon habe. Es ist so spannend, sich selbst besser kennen zu lernen, genau zu spüren, wie sich welche Berührung anfühlt. Ich selbst kann am besten die Stärke des Drucks, den Rhythmus und die Geschwindigkeit der Bewegungen variieren.

Spielzeuge gehören dazu. Es ist völlig in Ordnung, sich mit einem Vibrator oder dem Duschkopf zum Höhepunkt bringen. Ich empfehle, das Repertoire möglichst breit zu halten und immer wieder die Fähigkeit zu üben, sich nur mit den Händen zum Orgasmus zu bringen.

 

Ein fester speziell gebogener Dildo kann helfen, bei der Selbstbefriedigung den G-Punkt (der eigentlich eine Fläche ist) mit in das Spiel einzubeziehen.

 

Wenn Du es dir selbst besorgst, sollte es nicht nur darum gehen, möglichst schnell einen Orgasmus zu bekommen. Sondern es ist die beste Gelegenheit, den ganzen Körper zu streicheln und sich selbst zu genießen. Nimm dir Zeit, es dir nur mit dir gut gehen zu lassen. Berührungen sind so wichtig, warum sollen wir sie uns nicht auch selbst geben? Schon dabei werden für das Wohlbefinden und für die Gesundheit sehr wichtige Botenstoffe ausgeschüttet.

Ich empfehle auch, sich beim Masturbieren zu bewegen. Fließende, wellenförmige Bewegungen verteilen das Gefühl der Erregung am besten im ganzen Körper – neben den Berührungen–, so dass schließlich der Orgasmus ein Erlebnis sein kann, das den ganzen Körper mit einbezieht. Es ist, als wenn überall Sterne prickeln, selbst in den Armen und Beinen oder Fuß- und Zehenspitzen kann das Feuerwerk zu spüren sein. Das ist zum einen ein großes Vergnügen, zum anderen können wir damit etwas tun, um die Säfte und Energien im Körper besser zum Fließen zu bringen – und das hält uns gesund!


Erzähle einem Mann, dass du dich gestern Abend selbst befriedigt hast oder auch nur davon geträumt hast. Du kannst fast sicher sein, dass das seine Lust auf dich maximiert.