Sichere Räume halten

Trauma-Prävention für Workshopleiter:innen

 

Verbindung spüren, zu sich selbst und anderen und möglichst schnelle Veränderungen - das sind Sehnsüchte vieler Teilnehmer:innen von Selbsterfahrungs-Workshops, sei es Yoga, Tantra, BDSM, Bondage oder Wildniskurs. Die Möglichkeiten als Workshopleiter:in Erfahrungsräume zu gestalten sind vielfältig und das Erleben höchst subjektiv. Was einem Menschen banal vorkommt, kann bei anderen ungeheilte Traumawunden aufreißen.

 

Wie kann ich also als LeiterIn einen sicheren, möglichst trauma-trigger-freien Raum gestalten?

Was kann ich tun, wenn dann doch etwas passiert?

Wie funktioniert Trauma-Erste-Hilfe?

 

Weitere Themen:

Wo liegt eine gesunde Wachstumsgrenze?

Wie kreiert man trauma-sichere Räume?

Wie erkenne ich eine Traumatisierung?

Wie funktioniert eine gute Nachsorge?

 

Dazu will diese 2-tägige Fortbildung informieren.

 

Kosten: 220€

Ort: Käthe-Niederkirchner-Straße 23, 10407 Berlin

 

 

Anmelden unter pe@dietmar-lucas.de

 

geleitet von

 

Dipl. Psych. Dietmar Lucas

Psychotraumatherapeut

hochsensibel

 

Zeiten:

Samstag, 26.10.19 11-14 und 17-20 Uhr

Sonntag, 27.10.19 11-15 Uhr

Am Samstag ist Zeit für eine längere Mittagspause, am Sonntag werden für eine kurze Pause Nüsse und Obst gereicht. Wasser und Tee sind vorhanden.

Dipl. Psych. Dietmar Lucas
Psychotherapeut seit 1992
Psychotraumatherapeut
15 Jahre Arbeit mit akut traumatisierten Menschen 
Schulung von Trauma-Ersthelfern

Der Begriff " Raum halten" bezieht sich nicht auf eine Örtlichkeit, sondern ist eine besondere Form der Prozessbegleitung.

In diesem Prozess/Workshop/Seminar befinden sich Menschen, die sich aufgrund der Situation oder inneren Vorgänge verletzlich fühlen (können) und dazu auch die Erlaubnis haben. Andererseits geben sie die Erlaubnis, dass der/die Haltende die Verantwortung für das Sicherheitsgefühl der Anwesenden (mit)übernimmt. Dieses Vertrauen und die Erlaubnis für die Verantwortungsübernahme kann jederzeit durch die Teilnehmenden zurückgenommen werden.

 

Zu dieser Prozessbegleitung gehört: 

Die Zeit zu geben, die die Menschen mit ihren Prozessen brauchen oder sanft den Zeitrahmen zu abzustecken.

Die (oft bedingungslose) Unterstützung, bei der die eigene innere Präsenz unabdingbar ist.

Die Menschen nicht zu beschämen, indem man erwartet, dass sie mehr wüssten oder sie zu überfordern und zu viele Informationen geben.

Das Aufnehmen dessen, was das Gros der Teilnehmenden braucht und dafür zu sorgen.

Eine bewusste, inkludierende Kommunikation.

Emotionen möglich sein zu lassen und dabei Zeuge zu sein für das, was geschieht und nicht unbedingt (re)agieren zu müssen, aber eine Antwort geben zu können.

 

Was bringt der/die Haltende mit:

Präsenz

Mitgefühl

Intuition

Aufmerksamkeit

einen unfokussierten (Allround-)Blick

Fähigkeit in Resonanz gehen zu können 

fachliche Kompetenz 

kennt die eigenen Grenzen und folgt ihnen

 

Zusammenfassend:

 

Der Haltende übernimmt also die Verantwortung für das Sicherheitsgefühl der Anwesenden, die ihrerseits durch ihr Vertrauen die Erlaubnis dazu geben.